CAPTIQ platziert Anleihe über 30 Mio. Euro
Wichtiger Meilenstein in der Unternehmensentwicklung
BayernInvest zeichnet erfolgreiche Emissions-Premiere

Frankfurt, den 11. Januar 2021 / Veröffentlicht auf DGAP.DE


 

Frankfurt, den 11. Januar 2021. Das Frankfurter FinTech CAPTIQ hat die erste Anleiheplatzierung erfolgreich abgeschlossen und von der BayernInvest eine Investitionszusage über 30 Mio. Euro erhalten. INNOFINCENTA hat CAPTIQ bei dieser Transaktion beraten. Die Mittel aus dieser ersten Anleihe werden für die Refinanzierung von gering-volumigen Krediten ausschließlich für Kammerberufler verwendet und können entsprechend der Kreditnachfrage über die Plattform abgerufen werden.

Die CAPTIQ GmbH hat ihre erste Anleihe zur Refinanzierung von an Kammerberufler (Apotheker, Architekten, Ärzte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, etc.) erfolgreich platziert. Die Emission der Inhaberschuldverschreibung über 30 Mio. Euro mit zehnjähriger Laufzeit wurde komplett von der BayernInvest gezeichnet. Die Inhaberschuldverschreibung erhielt bereits vor Aufnahme der Kreditvergabe über die Plattform von Creditreform ein Investment-Grade-Rating (BBB- eingeschränkt). Mit dieser Risikoeinstufung und einer angestrebten Rendite von ca. 2,60 Prozent p.a. erfüllt die CAPTIQ-Anleihe die Anforderungen risikoaverser und langfristig orientierter Anleger wie Depot-A-Manager, Versicherungen oder Pensionskassen. Ferner ist die Inhaberschuldverschreibung mit einer 10%-igen Ausfallgarantie ausgestattet, wovon ein Teil durch CAPTIQ selbst eingebracht wird. Diese Anleihe ist die erste einer deutschen alternativen Finanzierungsplattform, die ein Investment-Grade Rating vorweisen kann und die sich vor dem Marktstart des Kreditangebots eine Refinanzierung durch institutionelle Anleger gesichert hat. Damit grenzt sich CAPTIQ von P2P-Geschäftsmodellen ab, bei denen viele kleine Beträge von privaten Anlegern („Crowd“) eingesammelt und als Privat- oder Unternehmenskredite weitergereicht werden.

Innovatives Angebot für unterversorgten 8 Mrd. Euro-Kreditmarkt

„Nachdem namhafte Investoren aus der deutschen und internationalen Finanzszene in CAPTIQ investiert haben, ist die erfolgreiche Anleiheplatzierung ein weiterer Beleg für die Attraktivität unseres Geschäftsmodells und des anvisierten Kreditportfolios“, kommentierte Geschäftsführerin und Gründerin Soraya Braun diesen wichtigen Meilenstein. „Wir freuen uns sehr über diese zusätzliche Bestätigung für unseren Ansatz, der risikoaversen und langfristig orientierten Kapitalverwaltern Zugang zu einer neuen Anlageklasse mit attraktivem Rendite-Risiko-Profil bietet“, ergänzte Mit-Geschäftsführer und Co-Gründer Lorenz Beimler.

CAPTIQ hat die erste alternative Online-Finanzierungslösung entwickelt, die auf die Bedürfnisse von Kammerberufen zugeschnitten ist, die mehrheitlich Freiberufler sind. Die Darlehen, die über die CAPTIQ-Plattform vermittelt werden, sprechen insbesondere Finanzierungsanfragen unter 250.000 Euro an, die bei den aktuellen Marktkonditionen für Geschäftsbanken kaum wirtschaftlich zu bedienen sind, durch Förderbanken kaum erreicht werden und damit unterversorgt bleiben. Das jährlich in Deutschland nachgefragte Finanzierungsvolumen in diesem Segment beläuft sich auf rd. 8 Milliarden Euro.

Schlüssel zum Geschäftsmodell sind ein automatisiertes Kredit-Rating-Modell und eine B2B-Plattform, welche die Vergabe von Darlehen vereinfacht und dabei Finanzberater und Banken in das Vertriebsmodell einbindet.

„Mit ihrem Konzept adressiert CAPTIQ zwei unterversorgte Märkte, bringt diese durch innovativen Einsatz von digitalisierten Prozessen und unter Einbindung etablierter Marktteilnehmer zusammen“, so Alexander Banik, Leiter Portfoliomanagement Key Accounts & Execution der BayernInvest. „Die Risikostruktur des potenziellen Kreditportfolios entspricht sehr gut unseren Anforderungen. In diese Assetklasse konnten wir mangels Angebots bislang nicht investieren.“

CAPTIQ erwartet den Start der Kredit-Plattform für das erste Quartal 2021 und plant bei entsprechender Nachfrage der Kreditnehmer weitere Anleihen zu emittieren und bei institutionellen Anlegern zu platzieren.

Über CAPTIQ

CAPTIQ ist eine Kreditplattform für Kammerberufler, bspw. für die Einrichtung einer Arztpraxis oder einer Rechtsanwaltskanzlei. Das Unternehmen bietet Finanzierungen zu marktgängigen Konditionen bis 250.000 Euro an. Neben bilanzierenden Rechtsformen (z. B. GmbHs) werden auch die für Kammerberufe typischen nicht-bilanzierenden Rechtsformen (z. B. Freiberufler) bedarfsgerecht bedient. Die Kredite werden in verbriefter Form über institutionelle Anleger wie Depot A-Manager, Kreditfonds, Pensionskassen, Versicherungen oder Versorgungswerke refinanziert. Das CAPTIQ-Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Ansatz, der Finanzberater und Banken in den Vertrieb und die Kreditvergabe einbindet.

Ansprechpartner für Rückfragen:

CAPTIQ GmbH

Lorenz Beimler, Geschäftsführer (CEO)
lorenz.beimler@captiq.com

Soraya Braun, Geschäftsführerin (CEO)
soraya.braun@captiq.com

Schwarz Financial Communication
Frank Schwarz
Tel.: +49 611 580 2929 0
schwarz@schwarzfinancial.com

 

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Kleinkredite für Kammerberufler als neue defensive Anlageklasse

Frankfurt, den 19. November 2020 / Veröffentlicht auf HEDGEWORK


 

FRANKFURT – Eine Asset-Klasse mit einem hochattraktiven Risikoprofil, die eine sehr geringe Ausfallquote und gleichzeitig eine attraktive Rendite aufweist – das hat laut den Firmengründern Soraya Braun (l.) und Lorenz Beimler das Frankfurter Fintech CAPTIQ im Angebot: via verbriefter ABS-Struktur mit Investment-Grade-Rating.Ab hier folgt die unredigierte Mitteilung der Gesellschaft:

Ärzte, Ingenieure, Steuerberater oder Rechtsanwälte, also Berufe, deren Ausübung eine Kammerzugehörigkeit erfordern, das sind bei Banken und Vermögensberatern begehrte Kundengruppen. Vor allem dann, wenn es um den Verkauf von Anlage- und Vorsorgeprodukten geht. Auch in Sachen Finanzierung genießen die „Kammerberufler“ den Nimbus der „sicheren Bank“. Das wird bestätigt durch die Bonität – die Ausfallraten dieser Berufsgruppen liegen historisch mit durchschnittlich 0,29 % p.a. auf rekordverdächtig niedrigem Niveau. Und dennoch: Anträge auf kleine Kredite unter 250.000 Euro werden von klassischen Banken häufig abgelehnt, da der Prüfungsaufwand für ein Darlehen in keinem Verhältnis zum Ertrag steht – was auch daran liegt, dass der Kreditvergabeprozess im Geschäftskundenbereich vieler Banken bislang kaum digitalisiert ist.

Kreditunterversorgung von Kammerberuflern

Auch alternative Online-Finanzierungen sind für diese Berufsgruppen weitestgehend nicht zugänglich, da die überwiegende Mehrheit dieser Kammerberufe nicht als Kapitalgesellschaften formiert sind, somit nicht bilanzieren. Ohne Bilanz gibt es dort jedoch keinen Kredit. P2P-Finanzierungsplattformen sind wiederum nicht auf die Anforderungen an Darlehenshöhe und die langen Laufzeiten ausgerichtet. Auch durch Förderbanken werden diese Kreditnehmer, die kleine Kredite benötigen, kaum erreicht und damit bleibt das attraktive Segment unterversorgt.

Attraktive und solvente Kundengruppe bietet Chancen für Finanzierer und Investoren

So ist eine hoch-attraktive Marktnische entstanden, die immer weiter wächst und trotzdem stiefmütterlich behandelt wird. Der jährliche Finanzierungsbedarf der Kammerberufler mit Volumina unter 250.000 Euro liegt derzeit in Deutschland bei rd. 8 Mrd. Euro im Jahr.

CAPTIQ hat sich dieser Nische angenommen und ein Geschäftsmodell entwickelt, dass nicht nur den ungedeckten Bedarf adressiert, sondern auch die Player einbindet, welche ein Interesse an der langfristigen Beziehung zu dieser Kundengruppe hat: Banken und Berater.

Das automatisierte Geschäftsmodell von CAPTIQ
Schlüssel zum Geschäftsmodell sind ein automatisiertes Kredit-Rating-Modell und eine B2B-Plattform, welche die Vergabe von Darlehen vereinfacht, bspw. für die Einrichtung einer Arztpraxis, eines Ingenieurbüros oder einer Rechtsanwaltskanzlei. CAPTIQ bietet ratingabhängige Finanzierungen zu marktgängigen Konditionen in der Bandbreite von 10.000 bis 250.000 Euro. Die angebotenen Zinssätze sind mit Blick auf die Gesamtbedingungen selbst gegenüber Förderbanken-Konditionen auf Wettbewerbsniveau und mit einer vollständig digitalisierten Kreditentscheidung innerhalb von ein bis zwei Werktagen deutlich schneller verfügbar.

In den Vertrieb werden etablierte Finanzdienstleister eingebunden. Der Vorteil für Banken: 1. Geringe Strukturkosten durch den komplett ausgelagerten Kreditvergabeprozess, 2. der Kredit geht nicht auf die Bilanz, 3. der Kunde bleibt erhalten. Unabhängige Finanzberater können mit dem Finanzierungs-Tool, wie sie es auch aus Bereichen wie Immobilienfinanzierung kennen ihren Kunden eine eigene Lösung anbieten, ohne den Kunden an die finanzierende Bank zu verlieren.

Refinanzierung durch Anleihe mit Investment-Grade-Rating
Kreditausgebend ist eine sogenannte deutsche Fronting Bank. Die ausbezahlten Darlehen werden wiederum in verbriefter Form über institutionelle Anleger wie Versorgungswerke, Pensionskassen oder Depot-A-Manager refinanziert. Emittiert wird derzeit eine Inhaberschuldverschreibung mit zehnjähriger Laufzeit, die einen Nettokupon in Höhe von 2,60% p.a. ausweist.

Die Inhaberschuldverschreibung erhielt von Creditreform ein Investment-Grade-Rating (BBB- eingeschränkt). Ferner weist die IHS eine 10%ige Ausfallgarantie auf, wovon ein Teil durch CAPTIQ selbst eingebracht wird („Skin in the Game“). Die Anleihe ist damit die erste einer deutschen alternativen Finanzierungsplattform, die ein Investment-Grade-Rating vorweisen kann. Im Mai dieses Jahres hatte die Lending-Plattform Creditshelf eine erste Tranche ihrer nicht-gerateten Loan-Fund-Anleihe platziert. Für das Kreditportfolio mit deutschen mittelständischen Unternehmen strebt Creditshelf nach eigenen Angaben eine durchschnittliche Ausfallrate von 3,00% an. Für die Anleihe wird eine jährliche Rendite von 5,00% in Aussicht gestellt, was das erhöhte Ausfallrisiko widerspiegelt. Die Umlaufrendite inländischer Investment-Grade-Anleihen mit einer Restlaufzeit von mehr als vier Jahren bewegte sich in den letzten sechs Monaten zwischen – 0,30% und – 0,65%.

Für sicherheitsorientierte, Langfristinvestoren stellt die CAPTIQ-IHS im aktuellen Niedrigzinsumfeld daher eine besonders attraktive Anlageklasse dar.

Soraya Braun und Lorenz Beimler haben CAPTIQ im Jahr 2017 gegründet. Aus einer Projektarbeit am Finanzlehrstuhl der Frankfurt University haben die beiden jungen Unternehmer ein Geschäftsmodell entwickelt, für dessen Umsetzung sie namhafte Profis aus dem internationalen Finanzsektor überzeugt und als Investoren und Beiräte gewonnen haben.

 

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Hessen Kapital beteiligt sich an CAPTIQ

Frankfurt, den 05. Oktober 2020 / Veröffentlicht auf  Wallstreet


 

Frankfurt, den 05. Oktober 2020 Das Frankfurter FinTech CAPTIQ hat erfolgreich die dritte Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei einen siebenstelligen Eurobetrag aufgenommen. Die digitale Finanzierungsplattform für Kammerberufler ist somit gut gerüstet für den Marktstart. Parallel dazu hat CAPTIQ die Platzierung der ersten Anleihe für die Refinanzierung von gering-volumigen Krediten begonnen.

Durch die aktuelle Finanzierungrunde wurde der Investorenkreis erneut durch namhafte Business Angels vor allem aus der deutschen und internationalen Finanzszene erweitert. Ebenso nahmen ca. 80 Prozent der bestehenden Investoren an der Kapitalrunde teil, deren Volumen durch die offene Beteiligung der Hessen Kapital III (EFRE) GmbH verdoppelt wurde. „Wir freuen uns sehr, dass die Innovativität unseres Ansatzes und die Marktperspektive unseres Plattformangebots durch den Einstieg der Beteiligungsgesellschaft des Landes Hessen gewürdigt wird“, so Geschäftsführerin und Gründerin Soraya Braun. Die Mittel des Fonds, die jeweils zu 50 Prozent aus dem Haushalt des Landes Hessen und aus dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) kommen, werden an kleine und mittlere Unternehmen einschließlich technologieorientierter Start-ups vergeben. Mit dem Abschluss der dritten Finanzierungsrunde erhöht sich das von CAPTIQ insgesamt aufgenommene Kapital auf über 2 Mio. Euro. Die frischen Mittel sollen vorrangig für die Produktweiterentwicklung und für die Teamerweiterung verwendet werden.

Erhöhter Bedarf für gering-volumige Kredite bis 250.000 Euro „Wir sehen, ausgelöst durch die Corona-Krise einen gestiegenen Bedarf an kleinen Geschäftskrediten und werden unser Angebot möglichst bald an den Markt bringen, um Kammerberuflern akut Abhilfe schaffen zu können“, so Mit-Gründer und -Geschäftsführer Lorenz Beimler. CAPTIQ hat die erste alternative Online-Finanzierungslösung entwickelt, die auf die Bedürfnisse von Kammerberufen zugeschnitten ist, die mehrheitlich Freiberufler sind. Die Darlehen, die über die CAPTIQ-Plattform vermittelt werden, sprechen insbesondere Finanzierungsanfragen unter 250.000 Euro an, die bei den aktuellen Marktkonditionen für Geschäftsbanken kaum wirtschaftlich zu bedienen sind, durch Förderbanken kaum erreicht werden und damit unterversorgt bleiben. Das jährlich nachgefragte Finanzierungsvolumen in diesem Segment beläuft sich auf rd. 8 Milliarden Euro, wobei die Ausfallraten dieser Berufsgruppen mit durchschnittlich 0,29 Prozent p.a. auf rekordverdächtig niedrigem Niveau liegen.

Das Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Ansatz, der Finanzberater und Banken in das Vertriebsmodell einbindet. „Die angebotenen Zinssätze sind mit Blick auf die Gesamtbedingungen selbst gegenüber Förderbanken auf Wettbewerbsniveau und mit einer Kreditentscheidung innerhalb von ein bis zwei Werktagen deutlich schneller verfügbar.“, so Soraya Braun.

Attraktives Risiko-Rendite-Profil für konservative Langfristinvestoren Die Refinanzierung der Kredite erfolgt über eine Anleihe, die derzeit platziert wird. Mit der Inhaberschuldverschreibung verschafft CAPTIQ dabei erstmals institutionellen Anlegern Zugang zu einer Anlageklasse, die durch hohe Sicherheit gekennzeichnet ist, aber bisher für diese nicht investierbar war. Mit der Investment-Grade-Risikoeinstufung von BBB- (Eingeschränkt) durch die ESMA-akkreditierte Ratingagentur Creditreform und einer angestrebten Rendite von ca. 2,60 Prozent p.a. erfüllt die CAPTIQ-Anleihe die Anforderungen risikoaverser und langfristig orientierter Anleger wie Depot-A-Manager, Pensions- und Versorgungskassen oder Versicherer. „Unsere Anleihe adressiert eine Zielgruppe, die beim aktuellen Zinsumfeld unterversorgt ist und händeringend nach defensiven Anlagemöglichkeiten mit positiver Verzinsung sucht“, so Lorenz Beimler. Dabei wird das Risikoprofil der Inhaberschuldverschreibung durch eine zehnprozentige Ausfallgarantie verbessert, wovon ein Teil dieser Subordination von CAPTIQ selbst eingebracht wird.

Über CAPTIQ
CAPTIQ betreibt eine Plattform, welche die Vergabe von Darlehen an Kammerberufler vereinfacht, bspw. für die Einrichtung einer Arztpraxis, eines Ingenieurbüros oder einer Rechtsanwaltskanzlei. Das Unternehmen bietet Finanzierungen zu marktgängigen Konditionen in der Bandbreite von 10.000 bis 250.000 Euro. Neben bilanzierenden Rechtsformen (z. B. GmbHs) werden auch die für Kammerberufe typischen nicht-bilanzierenden Rechtsformen (z. B. Freiberufler) bedarfsgerecht bedient. Die Kredite werden in verbriefter Form über institutionelle Anleger wie Versorgungswerke, Pensionskassen oder Depot A-Manager refinanziert. Das CAPTIQ-Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Ansatz, der Finanzberater und Banken in den Vertrieb einbindet. CAPTIQ als Kofferwort steht für die Verbindung von Capital und IQ – somit für eine neue, intelligente Form der Finanzierung.

 

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Digitale Antragsstrecke für den KfW-Schnellkredit

Frankfurt, den 20. April 2019 / Veröffentlicht auf Onvista


 

Die Coronakrise stellt kleine und mittelständische Unternehmen vor existenz-bedrohende Liquiditätsengpässe. Neben den bisherigen Programmen soll der am 15. April 2020 gestartete KfW-Schnellkredit noch bessere Abhilfe schaffen, für den die Staatsbank 100 Prozent des Bankenrisikos übernimmt. Damit dringend benötigte Mittel noch schneller bei den Unternehmen landen, hat das Frankfurter Fintech CAPTIQ in kürzester Zeit eine digitale Antragsstrecke entwickelt, die von allen Banken und Sparkassen in ihre Online-Angebote integriert werden können.Schnelle Hilfe ist gefragt, um das Rückgrat der deutschen Wirtschaft vor einem durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten finanziellen Kollaps zu bewahren. Deshalb hat die Bundesregierung den Schutzschirm für Unternehmen erweitert und sichert diese Schnellkredite zu 100 Prozent ab. Die Hausbanken tragen kein eigenes Risiko und können eine vereinfachte Kreditprüfung vornehmen. Damit soll sichergestellt werden, dass das Geld schnell da ankommt, wo es besonders dringend gebraucht wird. Der kurzfristigen Auszahlung stehen jedoch noch immer ein entscheidendes Hindernis im Weg: ein riesiges Antragsaufkommen, das in Kombination mit analogen Antragsprozessen und zu wenigen Kreditsachbearbeitern nur schleppend abgebaut werden kann.Antragsprozess auf fünf Minuten reduziert Im Austausch mit der KfW hat das Frankfurter Fintech CAPTIQ, das auf die automatisierte Bewertung und Bearbeitung vieler Kredite unter 1 Millionen Euro Volumen spezialisiert ist, in weniger als 48 Stunden eine passende Online-Antragsstrecke für den KfW-Schnellkredit gebaut. Die weiteren KfW-Corona-Programme werden derzeit in die Antragsstrecke integriert und sollen bis zum 22. April 2020 zur Verfügung stehen. Das universell einsetzbare Tool kann von jeder Bank individuell genutzt und über einen dedizierten Link z. B. auf der Webseite der Bank platziert werden. Dies ermöglicht dem Kunden den Kredit digital zu beantragen und alle relevanten Unterlagen einzureichen. Die Einbindung des Links auf der Webseite hält den IT-Aufwand für die Hausbank minimal-invasiv. „Unser Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Ansatz, weshalb unsere Lösung ohnehin auf den Einsatz im Frontend von angebundenen Partnern ausgerichtet ist“, so Co-Gründerin und Geschäftsführerin Soraya Braun. „Daher können wir nur wenige Tage nach Verkündigung des KfW-Schnellkredits eine Lösung präsentieren, welche die Antragsflut für Finanzinstitute umgehend beherrschbar macht. Als Fintech sehen wir uns in der Pflicht, effiziente Möglichkeiten zur Krisenbewältigung auszuarbeiten.“

Der Antragsprozess reduziert sich auf fünf Minuten, die Bank erhält den aufbereiteten Antrag sofort übermittelt, angepasst an die Anforderungen der KfW. Individuelle Anpassungen für einzelne Institute können innerhalb weniger Tage umgesetzt werden. Kunden und deren Daten bleiben bei der den Antrag annehmenden Bank. Durch die digitale Selbsterfassung des Kunden werden Anträge effizient und schnell bewältigt, Prozesskosten eingespart und es kommen mehr dringend benötigte Hilfsmittel beim Kunden an. „Dies bedeutet für Banken und Sparkassen eine erhebliche Entlastung speziell im Frontoffice und für Unternehmen einen enormen Zeitgewinn bis zur Auszahlung der Kredite. Bei der Umsetzung stand im Vordergrund, dass wir den Zugang zu Corona-Hilfsmitteln erhöhen, indem wir für die Banken eine individuelle Lösung anbieten und diese Ihren Kunden in der eigenen Corporate Identity zur Verfügung stellen können.“, so Co-Gründer und Geschäftsführer Lorenz Beimler. „Da KfW-Corona-Hilfen nur über die Hausbank beantragt werden können, möchten wir mit dieser Lösung schnelle Abhilfe leisten.“ Als Venture des Company Builders Fincite kann CAPTIQ auf den zu erwartenden Antragsansturm auf ausreichend Entwickler- und Serverkapazitäten zurückgreifen.

KfW-Schnellkredit 2020 Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen seit 15. April 2020 den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes, was die Chancen für eine Kreditzusage deutlich erhöhen soll. Der maximale Kreditbetrag beträgt bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019. Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten maximal 500.000 Euro, Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten bis zu 800.000 Euro.

 

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Alternative-Credit-Spezialist ZAIS Group steigt bei CAPTIQ ein

Frankfurt, den 01. November 2019 / Veröffentlicht auf DGAP.DE


 

CAPTIQ hat einen weiteren Finanzierungs-Spezialisten mit seinem Geschäftsmodell überzeugt: Die US-amerikanische ZAIS Group engagiert sich als größter externer Investor im Rahmen einer Kapitalerhöhung beim Frankfurter Fintech-Start-up. An der zweiten Seed-Finanzierungsrunde, die knapp eine halbe Million Euro einbrachte, haben sich darüber hinaus drei weitere Investoren der ersten Runde beteiligt. Die erste digitale Finanzierungsplattform für Kammerberufe (Ärzte, Apotheker, Juristen, etc.) hat somit in diesem Jahr insgesamt rund eine Million Euro an Eigenkapital aufgenommen.

CAPTIQ entwickelt die erste alternative Online-Finanzierungslösung, die auf die Bedürfnisse von Kammerberufen zugeschnitten ist, die mehrheitlich Freiberufler sind. Das Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Ansatz, der Finanzberater und Banken in das Vertriebsmodell einbindet. „Den Einstieg der ZAIS Group sehen wir als weitere Bestätigung für den von uns eingeschlagenen Weg“, kommentierte Soraya Braun, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von CAPTIQ. Die ZAIS Group ist seit mehr als 20 Jahren im Bereich Structured Credit tätig. Mit über 6 Mrd. US-Dollar verwaltetem Vermögen ist sie ein Schwergewicht der Branche. „Mit ihrem langjährigen Refinanzierungs-Know-how bringt die ZAIS Group als Gesellschafter strategischen Mehrwert in die CAPTIQ ein und bietet uns darüber hinaus potenziell Zugang zu internationalen Märkten“, ergänzte Mit-Gründer und Geschäftsführer Lorenz Beimler.

CAPTIQ hat die zweite Finanzierungsrunde durchgeführt, um die laufenden Entwicklungsarbeiten weiter zu beschleunigen. Die Mittel sollen vorwiegend in die Progammierung fließen, um für den Anfang 2020 geplanten Markteintritt der Plattform auf Anhieb eine höhere Auftragskapazität abarbeiten zu können. Bereits heute erfährt das Angebot sehr guten Zuspruch von Finanzberatern und Finanzierungsplattformen, die das Finanzierungsprodukt von CAPTIQ in ihr Vertriebsportfolio aufnehmen möchten.

Christian Zugel, Gründer und CIO der ZAIS Group, äußerte sich wie folgt: „Der Ansatz von CAPTIQ passt perfekt zur obersten Maxime unserer Gruppe: Spezialisieren und Fokussieren. Das Gründerteam hat die Bedürfnisse institutioneller Anleger perfekt verinnerlicht. Mit der automatisierten Bewertung vieler gering-volumiger Kredite und deren gebündelter Verbriefung verschaffen sie risikoaversen und langfristig-orientierten Anlegern Zugang zu einer Anlageklasse, die heute selbst für durchschnittliche Hausbanken aufgrund hoher regulatorischer Anforderungen kein wirtschaftlich attraktives Geschäft darstellt. Dieser Ansatz hat uns auf Anhieb überzeugt.“

Über CAPTIQ
CAPTIQ betreibt eine Plattform, welche die Vergabe von Darlehen an Kammerberufler vereinfacht, bspw. für die Einrichtung einer Arztpraxis, eines Ingenieurbüros oder einer Rechtsanwaltskanzlei. Das Unternehmen bietet Finanzierungen zu marktgängigen Konditionen in der Bandbreite von 5.000 bis 750.000 Euro. Neben bilanzierenden Rechtsformen (z. B. GmbHs) werden auch die für Kammerberufe typischen nicht-bilanzierenden Rechtsformen (z. B. Freiberufler) bedarfsgerecht bedient. Die Kredite werden in verbriefter Form über institutionelle Anleger wie Versorgungswerke, Pensionskassen oder Depot A-Manager refinanziert. Das CAPTIQ-Geschäftsmodell basiert auf einem B2B-Ansatz, der Finanzberater und Banken in den Vertrieb einbindet. CAPTIQ als Akronym aus Capital und IQ steht somit für eine neue, intelligente Form der Finanzierung.

 

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